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String Thing - Workshops für Streicher

 

„Jazz-Streicher sind seltene Pflänzchen“, schrieb ein Musikredakteur vor ein paar Jahren anlässlich eines Konzerts von String Thing. Das muss nicht so bleiben. Jazz-, Rock-und Pop-Musik eröffnet vielen Musikern und Musikerinnen einen ganz neuen Bezug zu ihrem Streichinstrument und Jugendlichen möglicherweise überhaupt erst den Zugang zu Geige, Bratsche oder Cello. Für Bläser, Pianisten und Gitarristen ist die Beschäftigung mit populärer Musik längst selbstverständlich. Nur bei den Streichern, mit Ausnahme vielleicht der Kontrabassisten, ist dies nach wie vor eher ungewöhnlich und entsprechende Literatur ist kaum zu finden. Doch hat in letzter Zeit ein Umdenken eingesetzt.

Jazz, Rock und Pop gehören sicher zu den einflussreichsten Musikstilen des 20. und

21. Jahrhunderts. Einen Blick über den Zaun sowie eine ernsthafte Auseinandersetzung sind sie in jedem Fall wert. Und man trainiert musikalische Grundkompetenzen, die auch stilübergreifend nützlich sind:

  • Intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Rhythmus und Groove
  • Schulung von Gehör und musikalischer Vorstellungskraft
  • Improvisation als angewandte Harmonielehre auf dem Griffbrett
  • Kreativer Umgang mit Musik

Wir vom Streichquartett String Thing haben es uns seit unserer Gründung 1989 zur Aufgabe gemacht, Brücken zwischen den verschiedenen musikalischen Welten zu schlagen. So verbindet sich in unseren Kompositionen und Improvisationen die Tradition des Streichquartettspiels mit der Vitalität von Jazz und Weltmusik.

Aber am wichtigsten: Uns macht dieser Mix aus Tradition und aktuellen Klängen, das Improvisieren, das Komponieren und Arrangieren, das kreative Ausprobieren und Gestalten einfach einen riesigen Spaß! Diesen Spaß würden wir gerne mit allen Interessierten teilen.

String Thing ist ein improvisierendes und komponierendes Streichquartett in der BesetzungVioline,Viola,Cello und Kontrabass.Gegründet 1989, beschäftigen sich die Musiker seitdem kreativ mit der Verbindung/ Verschmelzung vertrauter Streicherklänge mit aktuellen Musikrichtungen unterschiedlicher Herkunft.

Anregungen holten sich die Musiker von vielen namhaften Jazz-Streichern und Ensembles (u.a. Mark Feldman, Hank Roberts, Darol Anger, Mark Summer, David Baker,Ernst Reijseger,Andreas Schreiber,Ulli Bartel,Arcado StringTrio,Turtle Island String Quartet).

Ihre Musik spielten sie in hunderten von Konzerten, in zahlreichen Rundfunk-und Fernsehauftritten, auf sechs CDs und bekamen diverse Auszeichnungen für ihre Arbeit. Seit 1995 gibt String Thing Workshops an Musikschulen, Konservatorien und Hochschulen in Zusammenarbeit u.a. mit der European String Teachers Association, dem AMJ (Arbeitskreis Musik in der Jugend), Verband deutscher Musikschulen VDM,Landesmusikakademien und dem Goethe-Institut.

Weitere Infos unter www.stringthing.de

 

Was wird vermittelt?

Die Musik, um die es geht – Songs und Tunes

Im Mittelpunkt steht die Vielfalt der Kompositionen populärer Musik in speziellen Arrangements für Streicher: Pop Songs von damals bis heute, Jazz Standards und Originals und sonstige Musik für Streichinstrumente, in den USA auch „Alternativ String Music“ genannt.

Konkret und in Beispielen: Musik von ABBA, Sting, Ray Charles, Metallica, Miles Davis,The Beatles, Carlos Santana, Queen, Peter Fox und (natürlich) String Thing, um nur einige zu nennen. Ständig kommen weitere hinzu.

Neben den Arrangements bekannter Songs und Eigenkompositionen spielen und erläutern wir speziell für den Unterricht entwickelte Stücke aus unserer Veröffentlichung „Groovy Strings“.

Rhythmus und Groove in populärer Musik und deren Umsetzung auf Streichinstrumenten

Der Wegzum Verständnispopulärer Musikstile beginnt mit dem Verständnis der jeweiligen zu Grunde liegenden Rhythmen.Wenn mehrere rhythmische Ebenen gleichzeitig erklingen und auf bestimmte Art ineinander verzahnen, fängt es an zu „grooven“ – ein rhythmisches Phänomen, dass unter bestimmten Voraussetzungen entsteht und ein herausragendes Element populärer Musik darstellt.

Rhythmen verschiedener Stilistik, wie sie funktionieren, wie man sie zum „grooven“ und swingen bekommt und was es sonst zum Thema Rhythmus und Groove für Streicher zu wissen gibt, ist Teil der String Thing Workshops. Für Kolleginnen und Kollegen interessant: Wir zeigen bewährte Wege, diese Inhalte zu vermitteln.

Zur überzeugenden Interpretation populärer Musik gehört auch die stilistisch passende Wahl der Klangfarbe (gegebenenfalls elektrisch modifiziert) sowie die richtige Artikulation und Phrasierung.Wir zeigen konkrete Spieltechniken aus unserer Praxis – zum Teil zusammen getragen, zum Teil selbst entwickelt – um populäre Musik überzeugend zu präsentieren, z.B.

  • Chop
  • Bossa Strich
  • Tapping und Hammer On / Pull Off
  • Strumming
  • Percussion Effekte
  • Feedback
  • Aktive Pausen
  • Slide, Smears, Fall Off
  • Verzierungen

Selber musikalisch kreativ werden

Interpretieren und Neugestalten

Neben dem Nachspielen bekannter Songs bietet die Beschäftigung mit populärer Musik viel Freiraum für eigene Kreativität. Erwünscht ist das Neugestalten bekannter Songs auf individuelle Weise, das persönliche Arrangement. Gestalten und verzieren der Melodie, verändern der Stilistik, Form, Instrumentierung, Harmonien – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. In vielen Stücken gibt es improvisierte Abschnitte, Platz für Soloimprovisationen – im Jazz sowieso.

Einführung in die Improvisation

Ein expressiv aufgebautes Solo kann einem Song noch einen besonderen Höhepunkt hinzufügen, im Jazz ist es sogar der Kern des gesamten Stückes. Welche Möglichkeiten der Gestaltung es in unterschiedlichen Stilen gibt und welches Fachwissen hilfreich ist, thematisieren wir gerne in einem speziellen Schwerpunkt, oder wo immer es während eines Workshops angebracht erscheint.

Liedbegleitung und Song Arrangement für Streicher

Obwohl es zunehmend gute Arrangements und Notenpublikationen für Streicher gibt, wird man in den meisten Fällen nicht umhin kommen, selber etwas Passendes für den eigenen Bedarf zu erstellen.Wir möchten zeigen, dass man bereits mit einfachen Mitteln zu brauchbaren Lösungen kommen kann.

String Thing bietet folgende Workshops an:

  • String Thing Orchesterworkshop
  • String Thing Ensembleworkshop
  • Fortbildung „Groovy Strings“ für Musiklehrer(innen) und Lehrer(innen) an Musikschulen und allgemein bildenden Schulen
  • String Thing Streicherklasse und Elementarorchester

 

 

 

String Thing Orchesterworkshop

Wer kann teilnehmen? #

Der Kurs richtet sich an bestehende oder für den Kurs zusammen gestellte Orchester mit Jugendlichen ab 12 Jahren, Studenten und erwachsenen Teilnehmern (gerne auch Amateure).

Inhalte und Repertoire

Schwerpunkt ist die Einstudierung aktueller und älterer Rock-, Pop-und Jazz-Stücke sowie Eigenkompositionen in speziell für Streichorchester gesetzten Arrangements.Anhandder Stücke werden typische und teilweise spezielle Spieltechniken (Perkussionseffekte, Bogentechnik) und Fragen der Aufführungspraxis (Phrasierung,Sound,Artikulation, Rhythmus und Groove) erläutert undgeübt.Je nach Stück undnach zur Verfügung stehender Zeit kann das Thema Improvisation eingebunden werden. Die Noten werden von String Thing erstellt und mitgebracht.

Schwierigkeitsgrad und erforderliche Vorkenntnisse

Der Schwierigkeitsgrad der Kompositionen und der Unterrichtsinhalte ist abhängig vom Spielniveau der Teilnehmer und kann/sollte im Vorfeld mit dem Veranstalter abgestimmt werden. Die sichere Beherrschung der 1. Lage gilt als Minimalvoraussetzung. Das Berücksichtigen verschiedener Spielniveaus ist möglich.

 

Ensembleworkshop

Wer kann teilnehmen?

Der Kurs richtet sich an bestehende oder für den Kurs zusammen gestellte (kleinere/kammermusikalische) Streichensembles mit Jugendlichen ab 12 Jahren, Studenten und/oder erwachsenen Teilnehmern. Die Arbeit in kleineren Gruppen ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit den Inhalten.

Inhalte und Repertoire

Schwerpunkt ist die Erarbeitung von Jazz-Stücken und Eigenkompositionen, sowie aktuellerund älterer Rock-und Pop-Songs in speziell für Streichensembles gesetzten Arrangements.Anhand der Stücke werden typische und teilweise spezielle Spieltechniken (Perkussionseffekte, Bogentechnik) und Fragen der Aufführungspraxis (Phrasierung, Sound, Artikulation, Rhythmus und Groove) erläutert und geübt. In diesem Kurs nimmt das Thema (Jazz-)Improvisation und kreativer Umgang mit den Stücken breiteren Raum ein. Die Noten werden von String Thing erstellt und mitgebracht.

Schwierigkeitsgrad und erforderliche Vorkenntnisse

Der Schwierigkeitsgrad der Kompositionen und der Unterrichtsinhalte ist abhängig vom Spielniveau der Teilnehmer und kann/sollte im Vorfeld mit dem Veranstalter abgestimmt werden. Die sichere Beherrschung der 1. Lage gilt als Minimalvoraussetzung. Das Berücksichtigen verschiedener Spielniveaus ist möglich.

 

Streicherklassen und Elementarorchester

Wer kann teilnehmen?

Der Kurs richtet sich an Elementarorchester und Streicherklassen mit Kindern und Jugendlichen ab ca.8 Jahren mit wenigen Vorkenntnissen (siehe unten).

Inhalte und Repertoire

Schwerpunkt ist die Erarbeitung von Jazz-, Rock-und Pop-Stücken in leichten Arrangements, sowie einer geeigneten Auswahl an Stücken aus unserer Veröffentlichung „Groovy Strings“. Die Stücke bieten eine Vielfalt an Möglichkeiten, Spieltechniken sowie Fragen zu Rhythmus und Zusammenspiel zu erläutern und gemeinsam zu üben.

Schwierigkeitsgrad und erforderliche Vorkenntnisse

Empfohlen wird mindestens 1 Jahr Unterricht.Für Violine undViolawird die Beherrschung von hohem und tiefen 2. Finger, für Cello die enge 1. Lage voraus gesetzt.

 

Fortbildung „Groovy Strings“ für Musiklehrer(innen) und Lehrer(innen)
an Musikschulen und allgemein bildenden Schulen

Wer kann teilnehmen?

Der Kurs richtet sich an Musiklehrer an Musikschulen und an allgemein bildenden Schulen, die ein Streichinstrument spielen und/oder ein Streichorchester leiten.

Inhalte und Repertoire

  • Einführung in das Unterrichtsmaterial „Groovy Strings“
  • Arrangements von Jazz-und Pop-Songs (und String Thing Eigenkompositionen)
  • Erläutern und Einüben neuer Spieltechniken und Fragen zur „Aufführungspraxis“ populärer Musikstile am Beispiel der mitgebrachten Kompositionen.
  • Diskussion methodischer und didaktischer Vorgehensweisen.
  • (Jazz-)Improvisation (auch als eigenständige Fortbildung möglich)
  • Wo findet man geeignete Literatur für das Streichorchester? Wie arrangiert man Pop-und Jazz-Songs für Streichorchester?
  • Erfahrungsaustausch

 

 

Honorare und Organisation

Das Honorar ist abhängig von der Länge des Workshops. Bitte fragen Sie uns.Wir erstellen Ihnen ein individuelles Angebot. Kombinationen von Konzert und Workshop oder mehreren Workshops in der Region ermöglichen Preisnachlässe.

Wir beraten Sie gerne, wie wir durch Konzept,Termingestaltung und Werbung ein Paket zusammenstellen, das beiden Seiten eine langfristige Planung ermöglicht und erläutern Ihnen die organisatorischen Voraussetzungen.
Es bietet sich an,Workshops mit String Thing jährlich stattfinden zu lassen, um eine Kontinuität undVertiefung bei den Teilnehmer(innen) zu ermöglichen.

Wir bieten auch Workshops,Fortbildungen undVorträge in Englisch und Französisch und auf Anfrage auch in weiteren Sprachen an. Notenmaterial für Streicherensembles, sowie aktuelle Informationen unter www.stringthing.de oder bei Christine von Bargen 0 40 / 27 87 38 71
oder
Nicola Kruse 0 40 / 3 90 36 93
stringthing@stringthing.de

 

© String Thing GbR 2010